Vesta Magdalena beschäftigt sich in ihrer Malerei mit den Übergängen zwischen Sichtbarkeit und Stille, Körper und Raum, Intimität und Isolation. Ihre gegenwärtige Arbeit konzentriert sich auf großformatige, hyperrealistische Ölgemälde, in denen Figuren, Objekte und Innenräume in atmosphärisch dichten Szenen zusammengeführt werden. Die dargestellten Momente wirken oft wie angehalten – konzentriert auf das Davor oder Danach eines inneren Geschehens. Kennzeichnend ist eine reduzierte, fein abgestimmte Farbpalette, die auf Haut-, Stoff- und Lichttöne fokussiert.
Sie inszeniert ihre Bildräume nicht narrativ, sondern psychologisch: Die Kompositionen laden ein zur stillen Beobachtung, lassen aber Deutung und Assoziation bewusst offen. Körper werden nicht idealisiert, sondern als Träger von Erfahrung und Spannung gezeigt.
Vor ihrer Hinwendung zur Malerei arbeitete Vesta Magdalena intensiv mit Fotografie, Text und Mixed Media. Diese frühe Auseinandersetzung mit Selbstbild, Fragment und Konfrontation prägt bis heute ihre visuelle Sprache – insbesondere im Umgang mit Perspektive, Inszenierung und emotionaler Dichte.
Bis 2025 trat Vesta Magdalena unter ihrem Geburtsnamen Thomas Sing auf.