GRUNDRENTE VERABSCHIEDET - FORDERUNG BLEIBT!

bbk bundesverbandAnfang Juli haben Bundestag und Bundesrat das Gesetz zur Einführung der Grundrente verabschiedet. Es bleibt leider dabei. Für den Erhalt des Zuschlags auf die gesetzliche Rente sind mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten eine Voraussetzung. Davon zählen aber nur die Monate bzw. Jahre mit, in denen ein Drittel des Durchschnittseinkommens erwirtschaftet wurde. Das ist mehr als bedauerlich. Denn viele Künstler*innen werden angesichts prekärer Einkommen nichts davon haben. Mit gutem Grund forderten fast 46.000 Menschen in einem Appell die deutliche Senkung der zweiten Hürde.
Deshalb gilt nun:
1. Es muss nachgebessert werden - spätestens in der nächsten Legislaturperiode! Runter mit der Hürde Mindesteinkommen!
2. Das Grundübel muss angepackt werden: Künstlerisches Einkommen muss existenzsichernd werden. Auch sind alle künstlerischen Leistungen angemessen zu vergüten.
Im Bundesrat haben die Länder Thüringen und Berlin in einer gemeinsamen Erklärung angeregt, „bei zukünftigen Gesetzesvorhaben in diesem Bereich, die Lage von Künstlerinnen und Künstlern besonders in den Blick nehmen. Für Kunstschaffende sind die Hürden für den Bezug der Grundrente viel zu hoch. Die vorausgesetzten Beitragsjahre und das geforderte Mindesteinkommen von 30 % des deutschen Durchschnittseinkommens können sie in den meisten Fällen nicht erreichen. (…) Wichtig und zielführend wäre daher, diesem ersten Schritt weitere folgen zu lassen um den Kreis der Berechtigten zu erweitern und sie damit vor Altersarmut zu schützen.
Quelle: bbk-bundesverband.de

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