Grundrente im Bundestag - BBK Fordert Änderung

bbk bundesverbandAm 15. Mai 2020 berät der Deutsche Bundestag in erster Lesung über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Grundrente. Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler begrüßt, dass die Koalition trotz Corona-Krise an dem Vorhaben festhält, die Grundrente am 1. Januar 2021 in Kraft zu setzen.
Deshalb erinnern wir an den Appell von mehr als 45.000 Unterzeichner*innen: Es besteht dringender Änderungsbedarf! Die zweite Hürde in den sogenannten Grundrentenzeiten, mindestens ein Drittel des geforderten Mindesteinkommens erzielen zu müssen, ist deutlich zu senken. 
Das  Durchschnittseinkommen im Bund lag 2018 bei 37.873 €. Bildhauer*innen in der Künstlersozialkasse hatten 2018 durchschnittlich ein künstlerisches Einkommen von 11.668 €, Maler*innen von 12.253 €, Konzeptkünstler*innen von 9.389 € und  Performancekünstler*innen von 9.207 € erwirtschaftet.
Sehr viele werden absehbar nicht das Drittel des bundesweiten Durchschnittseinkommens (12.624 €) erreichen. Auch wenn sie 35 Jahre Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt haben. Künstlerisches Einkommen unterliegt großen Schwankungen. Viele mit klassischen Erwerbsbiografien können aus objektiven Gründen die beiden Hürden nicht gleichzeitig nehmen. Die Bedingungen widersprechen schlicht der gelebten künstlerischen Realität und schließen daher viele Kreative von der Grundrente aus!
Quelle: BBK Bundesverband / Pressemitteilung vom 11.Mai 2020 

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