BBK Appell "Kreative ZU ARM FÜR DIE GRUNDRENTE"

bbk bundesverband„Lebensleistung verdient Respekt.“ Stimmt. Das gilt für alle - auch für Kreative. Mit der nun bekannt gewordenen zweiten Bedingung für den Bezug von Grundrente wird vielen von ihnen genau dieser Respekt jedoch versagt werden. Zusätzlich zu den mindestens 33 Jahren Beitragszeiten in der Rentenversicherung muss in diesen Zeiten auch ein Mindesteinkommen von mindestens 30 % des bundesweiten Durchschnittseinkommens erwirtschaftet werden. Wer darunter liegt, fällt durchs Raster.
Das bundesweite Durchschnittseinkommen lag 2018 bei 37.873 Euro. Bildhauer*innen in der Künstlersozialkasse hatten im gesamten Jahr 2018 durchschnittlich ein künstlerisches Einkommen von 11.668 Euro, Maler*innen von 12.253 Euro, Konzeptkünstler*innen von 9.389 und Performancekünstler*innen von 9.207 Euro.
Sehr viele werden absehbar nicht das Drittel des bundesweiten Durchschnittseinkommens (12.624 Euro) erreichen, selbst wenn sie 35 Jahre lang Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt haben! Künstlerisches Einkommen unterliegt großen Schwankungen. Viele Künstler*innen mit klassischen Erwerbsbiografien werden aus objektiven Gründen diese beiden Hürden nicht gleichzeitig nehmen können. Diese Bedingungen widersprechen schlicht der gelebten künstlerischen Realität und schließen daher viele Kreative von der Grundrente aus.
Der BBK Bundesverband bittet deshalb um eine breite Unterstützung seiner Forderungen durch die Unterzeichnung des Appells "Zu arm für die Grundrente": https://www.bbk-bundesverband.de/beruf-kunst/soziale-sicherung/altersvorsorge/mitunterzeichnung-appell/
Quelle: bbk-bundesverband.de / Pressemitteilung und vollständiger Appell vom 29. Januar 2020 

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